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HILFE, MEIN VORSATZ HAT KEINE NACHWIRKUNG!

Mittlerweile weiß jeder, dass gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und Stressreduktion unsere Lebenszeit nicht bloß verlängern, sondern unserem Alltag auch mehr Qualität schenken würden. Aber eine gute Absicht ist bekanntlich zu wenig. Die meisten von uns sind ja „Absichtsriesen“ und „Handlungszwerge“. Gesundheitsziele umzusetzen, ist offenbar keine einfache Angelegenheit.

Da helfen auch keine Drohungen, diese sind nachweislich kaum wirksam. Durch die Warnhinweise auf Zigarettenpackungen beispielsweise fühlen sich vor allem Nichtraucher bestätigt. Die Raucher aber auch! Die denken nämlich, erstens habe ich das gar nicht, was da drauf steht, und zweitens hat es letztens den ewigjungen Gesundheitsapostel erwischt, obwohl er nur Gemüse geknabbert und nie geraucht hat. Wie können wir es also schaffen, unsere Vorsätze zum Leben zu erwecken?

1. Triff dich selbst

Der erste Schritt ist Betroffenheit und damit Selbsterkenntnis, also zu verstehen, dass ein neues Verhalten wichtig ist. Zwei Kardinalfehler können Sie in dieser Phase machen. Der erste ist, sich selbst fertig zu machen, der zweite ist, den Kopf zurück in den Sand zu stecken. Sie können langfristig die guten Handlungen nicht durch Selbstbestrafung aus sich herauspeitschen, Sie können das Beste nur konstant aus sich herausstreicheln.

2. Besser ein geiles Ziel als ein vernünftiges

Bevor Sie aus Ihrem Vorsatz eine mühselige To-do-Liste gestalten, formen Sie lieber ein geiles Ziel daraus. Suchen Sie sich ein erfreuliches Motto, das wirkt nachweislich besser als Vernunftziele. Überprüfen Sie es selbst: Welchem Ziel würden Sie sich lieber nähern? „Ich muss in der Woche mindestens drei Mal Sport für zumindest 40 Minuten machen, weil das gesund für mein Herz ist und ich dann weniger fett bin“ oder „Ich gönne mir so oft wie möglich bewegten Freiraum, damit ich mein Leben kraftvoll und beweglich gestalten kann“! Formulieren Sie also statt eines Vorsatzes ein sogenanntes Motto-Ziel, das Sie innerlich aufjuchzen lässt.

3. Tauchen Sie unter die Oberfläche

Wofür möchten Sie Ihren Vorsatz verwirklichen? WOFÜR? Was in Ihrem Leben soll dadurch sinnerfüllter werden? Halten Sie sich nicht mit gesellschaftlich vorgegebenen Zielen auf. Widmen Sie sich lieber jenen Zielen, die Sie innerlich bewegen, die Ihnen im wahrsten Sinne am Herzen liegen.

Die Umstellung von Ernährungs- oder Bewegungsgewohnheiten können kaum nur der Kleidergröße zuliebe durchgeführt werden, es darf dabei um wesentlich mehr gehen. Karl Lagerfeld wurde nach seiner erfolgreichen Hungerkur gefragt: „Wie haben Sie es geschafft, so viel abzunehmen?“ Er antwortete gewohnt spitz: „Was meinen Sie damit? Es gibt einfach Dinge, da diskutiere ich nicht mit mir“. Was ist Ihnen also so wichtig, dass Sie nicht mit sich diskutieren? Passen Ihre Vernunftziele wirklich dazu?

4. … trotzdem Ausredenprophylaxe

Welche verbalen Weichspüler verwendet Ihr innerer Genusstiger, um Sie abzuhalten? Nutzen Sie Ihre inneren Vorwände wie „Passt schon!“, „Ich mach´ das morgen!“, „Heute hab´ ich keine Lust!“ als Erinnerung, dass das genau die Momente sind, in denen sich der Vorsatz zur neuen Gewohnheit entwickeln kann.

5. Anerkenne dich selbst

Belohnen Sie Schritte in die richtige Richtung, zumindest durch das innerliche Lob „gut gemacht!“. Zu komplexe Vorhaben führen nachweislich zu Handlungshemmungen, also immer schön kleinschrittig bleiben!

6. Scheitern macht uns gescheiter

Wenn Sie neue vitale Gewohnheiten aufbauen möchten, tun Sie dies immer gegen ein altes konkurrierendes Muster. Auch das alte Muster war irgendwann ein anerkennenswerter Lösungsversuch – ja, auch die Fressattacke um zwei Uhr morgens – und ist weil älter auch stärker. Deshalb sind wir nicht gefeit vor diesen Ehrenrunden. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Wenn der Vorsatz am 11. Jänner versiegt, dann starten Sie einfach erneut, wann auch immer das ist. Entwickeln Sie die Gewohnheit des „Wiederbeginnens“, dann brauchen Sie nur noch die Zeit von Neubeginn zu Neubeginn verkürzen. Wie sagte schon Mark Twain? „Mit dem Rauchen aufzuhören ist kinderleicht. Ich habe es schon hundertmal geschafft.“

7. Auch Willenskraft braucht Pause

Achten Sie darauf, dass Sie sich nicht zu viel vornehmen. Unsere Willenskraft ist begrenzt, deshalb fällt es uns am Ende eines anstrengenden Tages auch viel schwerer, uns zu beherrschen. Besser als sich ständig willentlich zu kontrollieren, ist es also, mit sich selbst gut zu kooperieren und die Begrenztheit der Willenskraft zu akzeptieren, damit man sich nicht überfordert. Nehmen Sie sich Ziele vor, die Ihrem Wesen entsprechen und deshalb wesentlich sind.

2018-01-03T15:08:07+00:00 3. Januar 2018|